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Baugeschichte PDF 
Das Patrimonialgericht der Grafen von Westphalen zu Fürstenberg wurde im Jahr 1736 errichtet. Es diente von 1737 bis 1848 als Gerichtsstätte der Grafen von Westphalen, die die Zivil- und Kriminalgerichtsbarkeit in Ihrer Hand hatten.

Die Verhandlungen fanden in dem Gerichtsgebäude statt, das sich am Eingang zum Schloßpark befindet. Im Kellergeschoß befindet sich noch heute das ehemalige Gerichtsgefängnis.

Es ist anzunehmen, dass bereits vor dem großen Brand 1727, dem bis auf drei Gebäude alle Häuser des Dorfes zum Opfer fielen, ein Gerichtshaus bestand, da die Herren von Westphalen 1449 in einem Vertrag, dem s.g. Bundbrief, den Bewohnern ihrer Herrschaft zugesagt hatten, ihnen einen Richter für die Kriminal- und Zivilgerichtsbarkeit einzusetzen.

Das Eingangsportal
Die "Inszenierung" der südlichen Schaufassade durch eine Freitreppenanlage mit Podest über dem Gefängniszugang, deren städtebauliche Positionierung an der Wegeführung sowie die Ausrichtung vom Treppenpodest mit Portal des Erdgeschosses und Zellentor mit Aufgang aus dem Keller auf die Kirche (sowohl Richter als auch Deliquient blickten beim Heraustreten auf das Gotteshaus) ausgerichtet ist.

Themis richtet dir auf gerechte Reiche und feste Häuser.
Das Geschlecht der Westphalen verehrt deine Altäre.

Innenschrift


Bring süße Ölfrüchte des Friedens und glückliche Jahre für die Vorsteher, für die Völker, was ihnen geschuldet wird, für Gott, was gerecht ist.